
Ganz ohne Vorbereitungen funktioniert ein Micro-Camping-Trip über fünf, sechs Wochen natürlich nicht. Aber der zentrale Masterplan ist: Grobe Streckenplanung ja, minutiöse Zeit- und Etappenplanung nein. Das einzige, was feststeht, ist das Ziel Nordkap und eine Fährbuchung von Dänemark nach Göteborg. Und dass wir „mit der Uhr“ durch Norwegen zum Kap und über Schweden zurückfahren. Alles andere wird sich finden.
Andere Touren in der Vergangenheit – vor allem die mit Motorrad über einen kleinen Zeitraum von ein bis zwei Wochen – hatte ich sehr genau durchgeplant. Das muss auf dem langen Weg zum Nordkap nicht sein.

Seit Monaten sammle ich einzelne Tipps über Orte, Landstriche und Sehenswürdigkeiten. Hier eine Idee aus einer TV-Reportage, dort ein Touri-Tipp in einem Print- oder Online-Artikel. Die häufen sich als Punkte in meiner digitalen Lieblingskarte „OrganicMaps“ an. Alles kann, nichts muss; jedoch bildet sich so langsam eine Art Routenvorschlag entlang meiner blauen Ideen- und Tipp-Punkte heraus.

Die Vorbereitungen rund um den Camping-Landy jedoch sind gar nicht ohne. An der Stelle kommt man nicht um eine gewisse Vorbereitung herum. Man glaubt ja vorher nicht, an was man alles denken muss (oder sollte), wenn man fünf, sechs Wochen zu Zweit und mit Hund auf 4 qm unterwegs sein will. Darüber muß ich an dieser Stelle nicht lamentieren. Jeder kommt von alleine drauf, was er so mitnehmen muß.

Aber ein Gedanke dazu trotzdem: Fangt früh an. Selbst hinter ein paar passenden Plastikboxen herzulaufen, hinter einer USB-Kabelverlängerung, hinter Motoröl, Ersatzscheibenwischer oder einer Handvoll Gaskartuschen für den Kocher, kostet pro Hinterherlaufen immer einen halben Tag.
